Eine kleine große Ochsentour

Eine kleine große Ochsentour
Nicht so schlimm, wie es klingt... ;o)
Auch wenn der Titel einen etwas negativen Beigeschmack hat, war es doch ein sehr interessanter, aufregender, unvergesslicher und natürlich auch schöner Roadtrip, von dem ich nun in ein paar Worten und mit einigen wenigen Bildern garniert, erzählen möchte.


Anfang Oktober 2003 gönnten wir drei, die wir den Station gekauft haben (s. andere Story unter "Roadtrips"), uns ein verlängertes Wochenende und wollten unseren Aufenthalt in Amerika dazu nutzen, auch mal einen "Roadtrip" zu machen. Uns war klar, daß wir uns nicht auf den Station verlassen sollten, wollten wir nicht Gefahr laufen, unbekannte Bekanntschaft mit der Wüste zu machen. Daher war unser Gefährt auf dieser Tour ein "Dodge Durango". Hier ein Bild von unserm Dodge vor unserer Apartmentsiedlung.

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Wir hatten für diesen Trip keine besonderen Ziele. Wir wollten auf jeden Fall in den Westen, hatten viereinhalb Tage Zeit und sind einfach mal der Nase nach gefahren. Die Nase wollte auf die I10 durch die sternenfunkelnde Nacht New Mexicos, Arizonas und Californias, bis wir am frühen Morgen in Los Angeles ankamen. Jedoch war das unseren Nasen nicht genug, sie wollten erst einmal an den Strand von Santa Monica und sich im Pazifikwasser etwas erfrischen. Der Strand von Santa Monica war um diese Uhrzeit, gegen halb neun morgens, gähnend leer, so daß wir uns von der Fahrt etwas entspannten und das Rauschen des Pazifik genossen. Hier einige Eindrücke. Zuvor noch eine Anmerkung. Ich war später ein weiteres Mal in Los Angeles und hatte mehr Glück. Im Gegensatz zu diesem Trip hatte ich später wolkenlosen Himmel über Los Angeles. Am Ende des Berichtes gibt es einen Eindruck von Santa Monica bei strahlender Sonne. Versprochen!! Hier nun aber zurück zur Oktober - Tour mit Bildern aus Santa Monica:

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Der ganze Strand für uns... Nachdem wir etwas unseren Gedanken am Strand nachgehangen hatten, mußten wir natürlich die Gegend erkunden und so sind wir auf die Spuren eines Axel Foley und eines Will Smith gewandelt und haben uns in Bel Air und Beverly Hills umgesehen! Einfach nur wahnsinn, diese Gegend. Vor allem gibt es dort auch "normale" Häuser, gar nicht weit von den großen Villen entfernt. Sollte es mich mal nach LA verschlagen, ich wüßte bereits, wo ich wohnen würde. :o) Hier nun einige Eindrücke der mit Sicherheit schönsten Stadtteile der Welt:

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Wenn wir schon mal da waren, stand natürlich auch Hollywood, der Nachbarstadtteil auf unserer Wunschliste. Dort sind wir auch einige Zeit lang rumgeeiert, obwohl Schilder mit "No Cruising Zone" vor teuren Strafen warnten. Wir wollten jedoch den "Walk of Fame" sehen und suchten ihn vergeblich, da wir annahmen, das wäre eine Fußgängerzone... (Crazy Germans...) Nun, als wir an einer Ampel standen, sahen wir nach links und rechts und fingen laut an zu lachen. Der Walk of Fame ist der Fußweg beiderseits entlang des Hollywood Boulevards. So, wieder was gelernt. Hier nun Hollywood und die Sternderl einiger Celebrities:

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Und der Gouvernator:

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Nach Hollywood und einer Verpflegung beim BurgerKing sind wir zu den Hochhausschluchten der Stadt, Ein kleiner Einblick:

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Danach weiter nach Long Beach, einem sehr eigenartien Stadtteil. Er macht den Eindruck eines geplanten und sehr sterilen Objektes, fast wie eine Filmkulisse. Eine eigenartige Stimmung hatten wir dort, die die Fotos nicht wiedergeben können. Eigenartig, weil "ungreifbar", aber dennoch angenehm. Hier einige Eindrücke von Long Beach: (Kurze Anmerkung: Natürlich habe ich die Queen Mary auch fotografiert, jedoch mit meiner "normalen" Kamera, nicht mit dem digitalen Foto.)

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Damit war der zweite Tag der Reise zu Ende und wir nutzten die Nacht, um am Pacific - Coast - Highway gen Norden nach San Francisco zu fahren. Auf dem Weg dorthin hatten wir eine schaurig - schöne Stimmung, da sich der Mond im Pazifik spiegelte. Richtig anders wurde uns auf einem Teilstück im Wald, mitten in der Nacht, als wir an einer Gruppe von 4 Wohnwägen vorbeifuhren, in denen grade zu dem Zeitpunkt, als wir uns näherten, das Licht anging. Mitten im Nichts!!! Nix wie weg! Später, ich saß auf dem Beifahrersitz, wurden der Fahrer und ich aus dem Schlaf gerissen, weil mitten auf der Straße ein rehartiges Tier stand und uns ansah. Der Fahrer legte eine Vollbremsung hin und wir blickten uns an, um uns zu vergewissern, daß es eine Halluzination war. Wir sahen wieder auf die Fahrbahn und das Tier war weg!!! Nun muß ich hinzufügen, daß es links die Klippen zum Pazifik hintunter ging (glücklicherweise wußten wir nicht, wie tief es tatsächlich war... Wenn Dumme eine Reise machen....) und rechts die Felsen steil anstiegen. Wir kamen uns vor wie in der Fernsehserie, in der es um wahre und erfundene mysteriöse Geschichten geht. Ein Steven King muß nur in diese Gegend kommen und er bekäme Stoff für 3 Bestseller... Wir wechselten wieder mal die Positionen, also einer konnte schlafen, einer fuhr und einer ruhte und kamen einige Stunden später in einer weitaus alpiner anmutenden Gegend an. An einer "Fischersidlung" - ich nenne es jetzt so, es war eine Anhäufung von Wohnmobilen an einem Flußlauf - erfrischten wir uns. Es war merklich kühler und wesentlich dunstiger als am Vortag in Los Angeles. Nach kaltem Wasser im Gesicht und geputzten Zähnen aßen wir etwas Süßes zum Frühstück und setzten unsere Fahrt fort. Wir waren nicht mehr weit von San Francisco entfernt, so daß wir schon bald durch folgenden Eindruck begrüßt wurden:

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In San Francisco sind wir natürlich auch erstmal rumgefahren. :o) Hier einige Eindrücke:

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Zur weiteren Verpflegung haben wir dieses Lokal hier aufgesucht.

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Natürlich mußten wir auch über das Goldene Tor rüber fahren! Nach den ersten Eindrücken von San Francisco dachte ich mir, daß dies durchaus eine nette Stadt ist. Als wir jedoch auf der Golden Gate waren und unter dem ersten Träger durch fuhren, hat es bei mir "Klack" gemacht und ich war wie gefesselt. Ich kann nun JEDEN verstehen, den solch eine Stadt in ihren Bann zieht und nicht mehr loslässt. Mir geht es ja beinah genauso... Hier nun einige Bilder von der Golden Gate.

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Nach einem ausgiebigen Durchstreifen von San Francisco sind wir wieder in Richtung Heimat und kamen gut 20 Stunden später auch dort an. Hier ein paar Bilder von jenem Stück. Wir kamen an Albuquerque vorbei, wo zu diesem Zeitpunkt das Balloon - Festival stattfand. Wir waren jedoch dermaßen "im Ar...", daß wir keine Stipvisite dorthin unternahmen.

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Auf diesem letzten Teilstück, vor allem am Ende davon, schwiegen wir uns nur noch an, um uns, wie oben bereits angedeutet, nicht gegenseitig zu nerven. Wir hatten Bärte im Gesicht und sahen aus wie alte Männer. Dennoch war es ein unvergessliches, wunderschönes und aufregendes Erlebnis, das ich um keinen Preis missen möchte!!! Sollte ich wieder einmal in die Staaten kommen, werde ich den gleichen Roadtrip wieder machen, jedoch werde ich die Nacht nicht im Auto verbringen, sondern, wie auf meiner zweiten Tour von El Paso über Phoenix nach LA, weiter nach Las Vegas und zurück, Motelzimmer nehmen. Vielleicht schreib ich ein anderes Mal von der späteren Tour, deren Zwischenpunkte ich gerade aufgezählt habe, auch etwas.

Hier nun noch die versprochenen Bilder von Santa Monica bei Sonnenschein:

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Ich hoffe, das Schmökern hat ein wenig Spaß gemacht! :o)

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